Wie Grundeinkommen die Gesellschaft vor Rechtsextremismus und Spaltung schützen
kann
Streiks, Proteste, Demos. Das Jahr beginnt unruhig. Wie geht
es weiter?
Hast du Verständnis für den Bahnstreik oder die Bauernproteste
?
Wie denkst du über den Streit ums Bürgergeld und hast du gegen
die rechtsextremen Vertreibungspläne demonstriert?
Schmerzhaft spürt man dieser Tage
wie zunehmende soziale Ungleichheit und Spaltung den Nährboden
für Rechtsradikale bereitet. Gleichzeitig ermutigt es zu sehen,
dass auf einmal die schweigende Mehrheit dagegen auf die Straße
geht.
Welche dieser aktuellen politischen Brennpunkte werden
uns das Jahr über weiter begleiten und wo liegen Chancen den
gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken? Das beleuchtet unser
Gastautor Sebastian Gluschak
in seinem Artikel.
Über 3000 Zuschriften aus unserer Crowd haben wir erhalten, auf die Frage, was sie
sich dieses Jahr für unsere Gesellschaft und Politik wünscht.
Gerechtere Vermögensverteilung, mehr Demokratie und weniger
Populismus stand bei vielen ganz oben auf dem Wunschzettel –
hier ist der Community-Blick in die Glaskugel.
Warum sozialer Ausgleich nicht nur dringend, sondern auch
machbar ist!
Die zentrale Frage der Grundeinkommensforschung hat
Ökonom Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung in seiner
Kolumne in der Wochenzeitung "Die Zeit" eindeutig
beantwortet.
Es ist nicht unbezahlbar, im Gegenteil: Grundeinkommen
ist finanzierbar und es würde die soziale Ungleichheit drastisch
reduzieren. Die Zahl der Armutsgefährdeten würde von 13
Millionen auf 4 Millionen Menschen sinken.
Besser hätten wir es selbst nicht auf den Punkt bringen
können,
daher frreuen wir uns, dass wir den Artikel auch in unserem
Magazin veröffentlichen durften.
Hier kannst du ihn lesen.
Warum ist das wichtig? Die Idee des Grundeinkommens ist weder politisch links noch rechts – sie ist der Weg zu einer gerechteren Gesellschaft mit weniger Ausgrenzung und mehr Chancengleichheit für alle. Aus dieser Überzeugung engagieren wir uns für das Bedingungslose Grundeinkommen und deshalb stehen wir auch für diese Grundwerte unserer Demokratie ein.
Wirkt sozialer Ausgleich als Gegenmittel gegen Rassismus und
Antisemitismus?
Auf die Straße gehen ist nötig, aber
kann man nicht mehr tun, um das Ruder
rumzureißen? Wir wissen, dass soziale Ungleichheit der
Nährboden für wachsende politische Radikalisierung ist. Doch wie
kann man Rechtsextremist*innen diese Grundlage
entziehen?
Während politische Neiddebatten ums Bürgergeld eher
Öl ins Feuer gießen, ist ein funktionierender Ausgleich wohl der
wirksamste Hebel um gegenzusteuern. Das Bedingungsloses
Grundeinkommen für alle ist daher dringender denn je.
Die Frage, wie man jetzt gegensteuern kann,
beschäftigt auch Stephan Anpalagan
, der auch bei der Demo diesen Samstag in Berlin sprechen
wird. Wir haben dazu mit ihm ein Interview
geführt, hier kannst du es lesen.